» Rubine
Rubin stammt aus dem lateinischen Wort "ruber", d.h. rot und sagt hiermit schon alles aus.
Der Rubin ist ein Aluminiumoxyd (=Tonerde) und gehört zur Gruppe Korund.
Sein Gewicht liegt zwischen 4,00 + 003. Seine rote Farbe erhält er, wie auch der Smaragd, durch Chrom. Das Kristallgefüge des Rubins ist trigonal, wobei die wichtigsten Formen sechseckige Prismen, der sog. Rhomboeder. Der Stein ist leicht spröde und seine Härte ist nach Mohs "9".
Die bedeutendsten Vorkommen der roten Farbedelsteine (Taubenblut) befinden sich in Birma. Bis heute wird dort nach konventionellen Mitteln privat abgebaut. Auch hier sind, wie schon in der Rubrik Farbedelsteine erwähnt, alluivale Abbaustellen häufig. Jedoch die primären Vorkommen liegen im ebenfalls wertvollen weissen Marmor. In diesem Marmor sind die Rubin blutstropfengroß eingeschlossen, was für ein Anblick. Was gibt es Schöneres als Schmuck, verziert mit diesem atemberaubenden Stein.
Mit dem Rubin findet man gleichzeitig den Saphir, seinen Zwillingsbruder. Der Saphir wird hier in den Farben grün, blau, gelb und klar. Da kann schon mal passieren, daß aus einer Rubinmine eine Saphirmine wird. Diese Fundorte bieten eine Vielzahl von gefundene Edelsteinarten, wie z.B. Topas, Spinelli, Zirkon, Chrysoberyll, diese Fallen bei der Rubin-Gewinnung mit ab.
Funde von Rubinen die größer als 1 Karat sind, sind eher selten. Der größte je gefundene Rubin wog sage und schreibe 400 Karat. Rubine, die sich nicht als Basis für Edelsteine eignen finden aber auch problemlos Absatz. Sie finden Verwendung in der Industrie als Schleif- und Poliermittel, die Uhrenindustrie verwendet Rubine als Lagersteine. Gerade bei Uhren mit Bodendeckel aus Glas kann man diese Steine bewundern und wirken wie Schmuck.
Die Farbe Rubinrot hat keinen festen Wert, da die Vielzahl an Farbvariationen des Rubins dies nicht zulässt. Die begehrteste Farbe des Rubins ist die Taubenblut-Farbe, diese Steine werden vor allem in Birma und im Orient gefunden. Der Hauptfaktor für diese Farvariationen liegt an den Einschlüssen von Eisen, der Konzentration unterschiedlich ist.